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Deutsch-Schwedisches Streicherprojekt - Mai 2010

Durch das große Engagement von Geigenlehrerin Cornelia Kempf erlebt die Freundschaft Smålander und Schleswiger Streicherklassen in diesem Frühjahr einen neuen Impuls: Über sechzig MusikschülerInnen arbeiten drei Tage lang in der idyllischen Jugenbildungsstätte Schloss Noer ein vielseitiges Abschlusskonzert unter dem Titel "Streicherklänge" aus. Dabei steht nicht nur der musikalische "Mehrwert" im Vordergrund, denn durch gemeinsame Mahlzeiten über intensive Trainingsphasen bis hin zu fröhlichen Spielen in den Abendstunden lernen sich alle kennen - und Vorfreude auf den Gegenbesuch der Schleswiger in Schweden klingt jetzt schon an ...
1.Rückblick auf diese Projektwoche - Bericht von Gesa Wannick - siehe unten
2.Rückblick
von Gesa Wannick auf den Gegenbesuch in Schweden klick nach unten


Erster Part der Freundschaftspflege: Besuch der Schweden in Schleswig

Mit einem „Tournee-Bus“ reisen in dieser Woche 35 junge Streicher, Eltern und Lehrkräfte vom fernen Småland in Schweden nach Schleswig an. Auf Initiative der Musiklehrerin Cornelia Kempf und ihrer skandinavischen Kollegin Ingeborg Aldén wird die dreizehn Jahre alte Freundschaft in diesem Jahr belebt mit einem gemeinsamen Orchesterprojekt: Über drei Tage erarbeiten die Gäste zusammen mit dreißig Streichern der Kreismusikschule aus Schleswig ein Programm, das am Sonnabend, dem 15. Mai 2010, in der St. Pauluskirche präsentiert wird. Zusammen mit dem Lehrerkollegen Joachim Browa sowie der FSJ-Kulturstiftungsmitarbeiterin Gesa Wannick sollen diese Probentage nicht nur musikalisch fröhlich in der Bildungsstätte Schloss Noer ausgestaltet werden.

Die Musikschülerinnen und -Schüler aus Schleswig freuen sich schon sehr auf ihre Gäste: „Durch das gemeinsame Musizieren gibt es keine Verständigungsprobleme zwischen uns!“ Von der Viertelgeige bis zum Kontrabass sind alle Größen der Streicherfamilie Seite an Seite vertreten. Ein Gegenbesuch der Schleswiger ist in diesem Sommer schon fest geplant, in der letzten Ferienwoche werden die jungen deutschen Musiker mit einem Reisebus nach Klavreströns in Südschweden aufbrechen.


Große Vorfreude auf das deutsch-schwedische Orchester-Projekt:
S. Tilgner, Cornelia Kempf, J. Aurora Mitsch, J. Reisch,
T. Gottfriedsen, O. Lufft, J. von Forstner (Foto privat)

Das gemeinsame Konzert „Streicherklänge“ mit Barock-, Film- und Pop-Musik beginnt in der St. Pauluskirche Kolbergerstraße am Sonnabend um 18 Uhr, der Eintritt ist frei.


Schwedisch-Deutsche Streicherklänge: Mein Rückblick
von Gesa Wannick

Man nehme rund sechzig Geigenschülerinnen und -Schüler aus Schweden und Deutschland, drei Tage Orchesterfreizeit auf Schloss Noer, eine Menge Talent und Begeisterung - und heraus kommt ein gelungenes Konzert unter dem Motto „Schwedisch-Deutsche Streicherklänge“. Vom 13. – 15. Mai 2010 trafen sich SchülerInnen der Kreismusikschule Schleswig-Flensburg mit Jugendlichen aus Småland/Schweden auf dem Schloss Noer bei Eckernförde zum gemeinsamen Musizieren „ohne Grenzen“.

Donnerstag: Am Donnerstag um 10 Uhr reisten die deutschen Streicher mit ihren Instrumenten in Noer an. Die schwedischen Gäste standen bereits in den Startlöchern, da sie schon am Mittwoch gekommen waren und nun endlich mit dem gemeinsamen Einspielen beginnen wollten. Die Begrüßung fiel daher kurz aus und alle suchten sich schnellstmöglich einen Platz im Saal. Den ganzen Tag wurde im großen Orchester oder auch in kleinen Gruppen geprobt. Am Ende gab es schon ein herzliches Lob von Ingeborg Aldén und Cornelia Kempf, einen solch beachtlichen Fortschritt hätte keiner am ersten Tag vermutet! Das Zusammenspiel gelang auf Anhieb sehr beeindruckend! Mit einem guten Gefühl gingen alle Streicher in den Abend. Nach dem Essen fanden Spiele in großer Runde statt. Diese sollten die Distanz zwischen den beiden Gruppen verringern und vor allem die Sprachbarriere durchbrechen helfen. Mit „Toaster, Michael und Shaker“ sowie dem lustigen „BlingBling“-Spiel löste sich die Stimmung zunehmend und wurden erste Gespräche untereinander angeregt. Das gewünschte WIR-Gefühl entstand dann bei Aufgaben, die nur die Gruppe zusammen bewältigen konnte.

Freitag: Nach einem erfrischendem „Bewegungs- und Spielstarter“ unter den ersten Sonnenstrahlen im Schlossgarten konnten die nächsten intensiven Proben beginnen. Musik erfüllte das ganze Haus, und erhaschte man einen Blick in den Probensaal, war das konzentrierte, ja begeisterte Arbeiten der schwedischen und deutschen StreicherInnen deutlich wahrnehmbar. Den Nachmittag verbrachten die Gäste aus Småland in Eckernförde, um auch noch andere Ecken Schleswig-Holsteins zu entdecken. Außerdem sollten Andenken für zu Hause eingekauft werden. Der deutsche Teil unserer Gruppe nutzte die Zeit für Proben, um letzte Feinheiten zu meistern. Die Abendgestaltung war den Jugendlichen selbst überlassen. Eine kleine gemischte Gruppe traf sich zu witzigen Spielen, einige fanden sich zum Musizieren in kleinen Ensembles zusammen, andere zogen sich lieber zum Plaudern in gemütliche Ecken zurück. Mittlerweile war das Eis gebrochen und die Nacht wurde lebhafter und länger.

Samstag: Früh, für die meisten wohl viel zu früh, begann der Samstagmorgen. Er stand ganz im Zeichen gemeinsamer Probenarbeit, das wohl wirkungsvollste Gegenmittel bei aufsteigender Nervosität. Gegen Mittag fuhren die deutschen StreicherInnen nach Hause, während die Gäste sich auf dem Schloss entspannten. Um drei Uhr sammelte sich das gesamte Jugendorchester in der Schleswiger St. Pauluskirche zur Generalprobe, während im Hintergrund Vorbereitungen für den gemeinsamen Ausklang in der Kreismusikschule liefen: Mit Hilfe von Eltern und freiwilligen Helfern wurde schon ein vielseitiges Buffet für den Abend aufgebaut.

Das Abschlusskonzert: Gegen 18 Uhr füllte sich die St. Pauluskirche. In der Luft lagen Aufregung, Anspannung und vor allem Vorfreude, die harte Arbeit in einem Konzert zu präsentieren. Cornelia Kempf begrüßte die Gäste und führte durch das Programm. Pünktlich um sechs gab Ingeborg Aldén, die die Orchesterleitung übernahm, den ersten Ton vor: Das Orchester spielte sein erstes Stück aus der Barockzeit - und gleichzeitig setzten die Kirchenglocken für eine Viertelstunde ein! Zum Glück nahmen alle anwesenden Gäste dies mit Humor und nach dem Verstummen der Glocken nahm das Konzert dann Fahrt auf. Neben Stücken von Bach, James Bond und Abba gaben einige Jugendliche Gesangseinlagen. So verzauberte der schwedische Junge Adam Szegedi die Gäste mit dem Lied „The greatest Love of all“ von Whitney Houston und ein deutsches Quartett mit Antonia Dainat, Julia Billerbeck, Anna Brodersen und Phillip Gadow sang ein altes französisches Liebeslied. Alles in Allem präsentierte das Schwedisch-Deutsche Streicherensemble ein vielfältiges, abwechslungsreiches und sehr gelungenes Konzert, welches die begeisterten Zuhörer mit einer ‚standing ovation’ belohnten. Nach dem gemeinsamen kulinarischen Ausklang in der Musikschule mit allen Beteiligten, musste jedoch Abschied genommen werden. Diese drei Tage vergingen für Alle viel zu schnell und man schaut schon jetzt sehnsüchtig in den August, wenn der Gegenbesuch nach Schweden erfolgen wird.

Bericht von Gesa Wannick, Mitarbeiterin der Kulturstiftung im Rahmen von Freiwilliges-Soziales-Jahr-Kultur


Deutsch-Schwedische Streicherklänge - Teil 2 vom 14. bis 19. August 2010

Schneller als erwartet kam der zweite Teil der deutsch-schwedischen Streicherbegegnung. Im Mai dieses Jahres besuchten die schwedischen Partner bereits uns und wir verbrachten ereignisreiche Tage auf Schloss Noer. Nun war die Kreismusikschule an der Reihe in Schweden zu musizieren. Vom 14.08. bis zum 19.08.2010 wohnten alle gemeinsam in einer Jugendherberge in Norrhult-Klavreström der Kommune Uppvidinge.
Wie schon im Mai waren Cornelia Kempf und Ingeborg Aldén für die Organisation und die musikalische Aufbereitung des Abschlusskonzertes verantwortlich.
Jeden Tag wurde im „Folket hus“ in Klaverström geprobt, um am Dienstag, den 17.08 die Zuschauer beim Konzert zu begeistern. Durch das breite Spektrum des Programms von klassischen Stücken, über schwedische Volkslieder bis hin zur modernen Filmmusik, wurde wohl jeder Wunsch der Zuschauer erfüllt.
Damit war das Konzert im vollbesetzten „Folket hus“ ein voller Erfolg und auch das gesellige Beisammensein danach bei reichhaltigem Buffet ließ keine Wünsche offen.


Ob morgens, mittags oder kurz vorm Abendessen, der benachbarte Badesee war immer die optimale Ablenkung. Hier konnten alle nach Lust und Laune plantschen, schwimmen und sich ungestört bewegen.
Ein weiteres Highlight war das Lagerfeuer am Sonntagabend. Bei Cola und viel zu viel Chips wurde gesungen, geredet, gespielt und gelacht. Trotz der vielen Mücken wurde sich bis in die Abendstunden am Feuer gewärmt. Doch natürlich waren wir nicht nur zum Musizieren nach Schweden gekommen, sondern wir hatten uns auch vorgenommen das Land und vor allem die Region kennenzulernen.
Daher machte am Montag, den 16.08 die komplette Gruppe einen Ausflug zum Glaskünstler Hauges, der aus alten Flaschen neue Gläser, Krüge und Schalen herstellt. In seiner kleinen Werkstatt konnten wir persönliche Gespräche mit ihm führen und durften ihm bei seiner Arbeit über die Schulter schauen. Anschließend ging es in die nahe gelegene Stadt Växjo. Hier konnten Andenken und Postkarten gekauft werden und schwedische Stadtluft geschnuppert werden.
Am Mittwoch, den letzten Tag den wir ohne die Schweden verbrachten, besuchten wir die traditionsreiche Glasbläserei in Kosta. Hier hatten wir das Glück eine deutsche Führung zu bekommen, und wir sahen die Fabrikhallen von innen. Danach begaben wir uns auf Elch- Safari in einem nahe gelegenen Elchpark. Die entdeckten zwei Elche Adam und Freya machten Lust auf mehr, doch leider liefen uns in dem noch sehr jungen Elchpark keine weiteren vor den Jeep. Durch die Fahrt im 6-Mann-Safari-Auto mit 15 Leuten, kam allerdings jeder auf seine Kosten.
Es wurde wie erwartet eine spannende und tolle Zeit. Länger als das Jucken der vielen Mückenstiche, bleiben wohl die Erinnerung und die Vorfreude auf einen weiteren Austausch.
Vielen Dank an alle Musiker, Betreuer, Köche und Busfahrer! Es hat mir viel Spaß gebracht.
Gesa Wannick (August 2010)

 

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