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für den Bereich der sogenannten Leichenschau

Für den Bereich Friedhofsverwaltungen könnten auch die örtlichen Kirchengemeinden zuständig sein. Dazu finden Sie ggfs. am Seitenende noch einen Hinweis.

Der Umgang mit Leichen und mit der Asche Verstorbener hat mit der gebotenen Würde und Achtung vor den Verstorbenen zu erfolgen. Neben weltanschaulichen und religiösen Vorstellungen sind insbesondere die Belange des Allgemeinwohls (Gesundheits- und Umweltschutz) zu berücksichtigen.

Amtshandlungen nach dem Bestattungsgesetz (BestattG):

Verlängerung der Überführungsfrist in einen Leichenraum (§ 10 BestattG):
Nach Ausstellung einer Todesbescheinigung soll jeder Leichnam spätestens 36 Stunden nach dem Eintritt des Todes in einen Leichenraum überführt werden. Verantwortlich dafür sind die Hinterbliebenen. Aus besonderem Grunde kann die Frist verlängert werden.

Voraussetzungen:

  • Belange des Gesundheitsschutzes oder andere schwerwiegende Gründe stehen nicht entgegen,
  • ein besonderer Grund.

erforderliche Unterlagen:

  • formloser Antrag.

Ausstellung eines Leichenpasses (§ 11 Abs. 5 BestattG):
Sofern ein Leichnam für eine Bestattung an einen Ort gebracht werden soll, der außerhalb Schleswig-Holsteins liegt, ist für diesen Transport ein sogenannter Leichenpass auszustellen.

Erforderliche Unterlagen:

  • Antrag,
  • standesamtliche Beurkundung des Todes,
  • Nachweis über die Bestattung am Bestimmungsort.

Verlängerung/Verkürzung der Bestattungsfrist (§ 16 BestattG):
Leichen dürfen frühestens 48 Stunden nach Eintritt des Todes bestattet werden; innerhalb von 9 Tagen nach Todeseintritt soll die Erdbestattung oder die Einäscherung vorgenommen werden. Aus besonderem Grund kann davon abgewichen werden.

Erforderliche Unterlagen:

  • Antrag,
  • ggfs. Nachweise über die angeführten Gründe.

Genehmigung privater Bestattungsplätze (§ 20 BestattG):
In Ausnahmefällen ist eine Genehmigung abweichend vom Friedhofszwang auf privaten Bestattungsplätzen möglich. Kein besonderer Grund ist hierbei -vermeintlich- unzureichende Verhältnisse der öffentlichen Friedhöfe, das Vorhandensein eigenen Grundbesitzes oder rein finanzielle oder andere private Gründe oder die Ansicht, dass die Bestattung auf einem Friedhof schlechthin unzumutbar sei.

Erforderliche Unterlagen:

  • Antrag,
  • ggfs. Nachweise über die angeführten Gründe

Ausgrabungen oder Umbettungen (§ 25 BestattG):
Die Ausgrabung oder die Umbettung einer Leiche ist nur im Einvernehmen mit dem Friedhofträger und mit Genehmigung möglich. Ferner hat die Gesundheitsbehörde zuzustimmen. Diese Handlungen sollen aber in der Zeit von 14 Tagen bis sechs Monaten nach der Bestattung nicht vorgenommen werden.

Erforderliche Unterlagen:

  • Antrag,
  • Zustimmungserklärung des Friedhofträgers,
  • Nachweis über die Ersatzgrabstätte.