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Kreiswehrfürher Behrens besucht die Feuerwehren des Amtes Langballig

Kreiswehrführer Behrens besuchte zusammen mit dem Sicherheitsbeauftragten des Kreisfeuerwehrverbandes am 23.09.06 die Feuerwehren des Amtes Langballig. Begleitet vom Amtswehrführer, dem Ltd. Verwaltungsbeamten und dem Vertreter des Ordnungamtes wurde bei jeder Wehr das Gerät begutachtet und das Gerätehaus kontrolliert. Die Wehrführer hatten Gelegenheit Ihre Wehr vorzustellen und die Besonderheiten Ihres Einsatzgebietes und die Leistungsfähigkeit der Wehr vorzustellen. Der Kreiswehrführer ließ sich teilweise in vielen Details unterrichten.
 
In der Abschlussbesprechung in Ringsberg erklärte Herr Behrens, dass er den Eindruck gewonnen habe, dass die Feuerwehren im Amt Langballig im Kern gesund seien. Dies begründete er damit, dass er  eine hohe Motivation bemerkt habe, da vieles in Eigenleistung erbracht werde. Ihm viel aber auch auf, dass der Fahrzeugpark teilweise relativ alt sei und dort nicht mehr dem technischen Standard entspricht. Er versprach noch einen ausführlichen Bericht über den er gern noch weiter mit den Verantwortlichen im Amt diskutieren möchte. Geklärt werden müssten insbesondere noch Satzungsfragen und Aufgabenstruktur. Die Hilfsfristen sollten verstärkt ins Bewußtsein aller Verantwortlichen rücken und er sprach von zwei wesentlichen Bedrohungen für den Bestand der Feuerwehren. Zum einem sei dies die zunehmende Gleichgültigkeit der Gesellschaft für Belange der Gemeinschaft. Hier gibt es deutliche Unterschiede zwischen großen und kleinen Gemeinden. Er sieht solche Entwicklungen auch in Dänemark, wo man diese mit Teilzeitbeschäftigungen begegnet, was allerdings zu ganz erheblichen Kosten führt. Zum anderen sei die Demographie auch für die Feuerwehren ein Problem. Er freut sich aber darüber, das die Jugendfeuerwehren hier gute Arbeit leisten. Sie bereiten engagierte Feuerwehrleute vor und die Wehren sollten dieses Engagement fortführen und die jungen, aktiven Feuerwehrleute in ihre Wehr integrieren, denn der Nachwuchs wird in den nächsten Jahren deutlich abnehmen.

In der anschließenden Diskussion ging es dann auch um Fragen der Ausbildung und Alarmierung. Auch Amtswehrführer Peter Conrad sieht bei den Wehren, die bisher noch nicht ein neues Kfz erhalten konnten einen Nachholbedarf. Er wird sich aber weiterhin dafür einsetzen, dass das Ersatzbeschaffungskonzept der Wehren umgesetzt wird und hofft auf die entsprechenden Mittel durch das Amt. Auch ist er der Auffassung, dass in den vergangenen Jahren doch eine deutliche Erneuerung des Gerätes stattfand. Insbesondere die Ausrüstung der Atemschutzgeräteträger wurde auf den aktuellen Stand gebracht. Ferner sollte über die Finanzierung eines anderen Umweltanhängers vor dem Hintergrund der Einsatzschwerpunkte intensiv nachgedacht werden.

Amtsvorsteher Jürgen Bachmann wies darauf hin, dass er nicht negativ den Feuerwehren gegenüber eingestellt sei, sondern er hinterfrage bestimmte Dinge kritisch . So sei während seiner Amtszeit als Amtsvorsteher rechnerisch alle 2 Jahre ein Feuerwehrfahrzeug angeschafft worden. Auch habe das Amt bei Haushalts-überschreitungen im Verwaltungshaushalt in den letzten Jahren die Finanzierung immer gewährleistet.