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Liebe Weeser Bürgerinnen und Bürger


Das Weihnachtsfest und den Jahreswechsel 2006 möchte ich zum Anlass nehmen, um Ihnen im Namen der gesamten Gemeindevertretung eine fröhliche Weihnacht und ein gesundes und gutes neues Jahr 2007 zu wünschen. Gleichzeitig möchte ich die Gelegenheit nutzen, um Ihnen auf diesem Wege über bereits beschlossene und zukünftige Themen in unserer Gemeinde zu berichten.

Beginnen möchte ich mit der erfreulichen Mitteilung, dass es gelungen ist in langwierigen Verhandlungen eine Lösung für die Gastwirtschaft zu finden. Die Gemeinde wird mit Unterstützung durch Mittel der Europäischen Union und des Landes Schleswig-Holstein das Gebäude erwerben. Hieraus ergibt sich eine ganz erhebliche Verminderung der Miete für einen neuen Pächter, der nach langem und zeitaufwendigem Suchen jetzt gefunden worden ist. Er wird, wenn die notwendigen Baumaßnahmen fertig gestellt sind, am 1. März 2007 die Gastwirtschaft eröffnen. Er will, wie er in Verhandlungen betonte, mit seiner Ehefrau sowie einigen noch einzustellenden Kräften eine „deutsche Küche“, evtl. als Steakhaus, betreiben. Ein Erfolg kann jedoch nur eintreten, wenn Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, ihn mit einem regen Zuspruch unterstützen.

Ein Thema das viele Bürger im Ortsteil Wees erregt hat, ist die Einführung einer Gebühr für das Regenwasser. Etwa 500 Bürgerinnen und Bürger haben sich mit ihrer Unterschrift dagegen ausgesprochen. Wie ich bereits in einem Interview in den „Weeser Mooritaten“ mitgeteilt habe, hat sich die Vertretung diesen Beschluss nicht leicht gemacht. Auch wir sind hiervon betroffene Bürger und zahlen ebenfalls nicht gerne Steuern und Abgaben. Ich habe den Initiatoren der Aktion zugesagt den rechtlichen Aspekt von der Kommunalaufsicht des Kreises prüfen zu lassen, und das Thema danach noch einmal in der nächsten Gemeinderatssitzung zu beraten.

Ein unerfreuliches Kapitel ist die Ausweisung eines neuen kleinen Baugebietes an der Schmiedestraße in Oxbüll-Nord. Hier greift die Landesplanung zu dem Argument, dass neue Baugebiete zukünftig nur noch in „zentralen Orten“ bzw. Orten mit besonderen Funktionen ausgewiesen werden dürfen. Das bedeutet für unsere Gemeinde, dass nur noch Gebiete im Ortsteil Wees genehmigt werden. Nach meiner Meinung ist dieses zu generell betrachtet, und es wird vielen Wünschen der Bürger nicht gerecht.

Als letztes möchte ich Ihnen noch gerne meine Meinung zu dem Thema der Verwaltungszusammenlegung darlegen. Abgesehen davon, dass wir über zwei Jahre in unendlich vielen Sitzungen mit Glücksburg verhandelt haben, und jetzt die Stadt Flensburg kurzfristig mit einem Angebot kommt, welches wirtschaftlich für mich nicht nachzuvollziehen ist, hoffe ich darauf, dass es uns gelingt auch ohne die Glücksburger auf der Amtsebene wirtschaftlich gut über die Runden zu kommen. Das wir aber, wie der Oberbürgermeister der Stadt Flensburg im „Tageblatt“ schreibt, aus dem Verhalten der Stadt Flensburg erkennen können, das Vorbehalte der Nachbargemeinden gegen Flensburg nicht mehr bestehen, ist mir schleierhaft.

Ich meine, wir können insgesamt mit der Entwicklung unserer Gemeinde zufrieden sein. Dieses ist immer in großer Gemeinsamkeit in der Gemeindevertretung erreicht worden. Hierfür möchte ich mich bei allen gewählten Vertretern bedanken. Ich hoffe im Interesse der Gemeinde Wees, dass dieses so bleibt.

Dezember 2006

gez. Ulrich Christophersen  
Bürgermeister