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Landschaftsmuseum
Unewatt



Das Dorf Unewatt liegt im tiefen Tal der Langballigau, die sich hier mit zwei Seitenbächen vereinigt. Im 15. Jahrhundert entstand dieser Ort und galt bis ins 19. Jahrhundert hinein als ein kleiner landwirtschaftlicher Zentralort. Hier standen u.a. neun Mühlen, die Wind- und Wasserkraft für Mahlgänge nutzten und auch eine Färberei, eine Schmiede mit Schleifmühle, eine Räucherei, eine Gastwirtschaft, vier Höker sowie ein Gutshof Unewatt. In starken landwirtschaftlichen Genossenschaften wurde die Produktion organisiert. Fischer und Bauern schlossen sich zur Fischerei-, Dampfdresch-, Meierei- und Buschhackergenossenschaft zusammen.
 

Der einstige Wohlstand wurde durch die Industriealisierung zunichte gemacht. Nach dem 2. Weltkrieg begann der Niedergang des Dorfes, das buchstäblich in eine Art "Dornröschenschlaf" verfiel. Auch der Betrieb der letzten aktiven Windmühle des Landkreises Flensburg-Land, der Mühle "Fortuna", wurde im Jahre 1968 eingestellt.
 
1986 wurde von der Landesregierung beschlossen, die Sanierung des Dorfes Unewatt mit den Mitteln der Städtbauförderung zu unterstützen. Ziel der Dorfentwicklung war es, über neue Nutzungen wieder Leben in das alte Unewatt zu bringen. Unter Einbeziehung des alten Dorfes ist hier das "Landschaftsmuseum Unewatt" entstanden. Unewatt ist weder ein Freilichtmuseum noch ein Museumsdorf, sondern es ist ein neues und ungewöhnliches Museumsprojekt, in dem die Bereiche Dorf und Museum miteinander verbunden werden.
 
Das Landschaftsmuseum besteht aus vier dezentralen, über den Ort verteilten Museumsinseln:
 
  • dem rekonstruierten Marxenhof, der in Süderbrarup abgetragen und am Ortseingang von Unewatt wieder aufgebaut wurde










 

  • der sog. Buttermühle, einem nach historischen Befunden und alten Fotografien rekonstruierten Meiereigebäude mit wiederangelegtem Mühlenteich sowie dem zum Gasthaus Unewatt gehörenden Kaffeegarten in der Ortsmitte


 










 

  • die renovierte Windmühle "Fortuna", die 1878 als Galerieholländer gebaut wurde.

und

  • die nach dem Vorbild des abgebrannten Vorläuferbaus von 1895 wiedererrichtete Christesen-Scheune. Die zur historischen Vierseitenhofanlage von 1895 gehörende Drempelscheune ist seit 1993 Ausstellungshalle. Das ehemals als Stall und Scheune genutzte Wirtschaftsgebäude beherbergt eine Sammlung von landtechnischen Geräten und Maschinen. Im Obergeschoss werden Sonderausstellungen gezeigt. 

Öffnungszeiten des Landschaftsmuseums
April und Oktober:
Freitag - Sonntag   10.00 - 17.00 Uhr
Mai bis September:
Dienstag - Sonntag  10.00 - 17.00 Uhr
November bis März geschlossen


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