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Personen mit noch nicht abgeschlossenen Anerkennungsverfahren oder mit vorübergehenden Krankheiten

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  • Gehbehinderte und in ihrer Mobilität beeinträchtigte Personen mit noch nicht abgeschlossenem Feststellungsverfahren des Landesamtes für Soziale Dienste, sofern sie sich nur in einem max. Aktionsradius von ca. 100 m bewegen können oder
  • Personen, die aufgrund eines Unfalles, einer Operation oder einer Krankheit vorübergehend, aber dennoch für einen längeren Zeitraum in ihrer Mobilität erheblich eingeschränkt sind (max. Aktionsradius von ca. 100 m)
können auf Antrag auch eine Ausnahmegenehmigung über Parkerleichterungen erteilt bekommen. Die Gehbehinderung bzw. Mobilitätsbeeinträchtigung muss aber vergleichbar sein mit denen von Personen, die nur knapp die Anerkennung „aG" verfehlt haben (d. h. anerkannter Grad der Behinderung mind. 70 % und max. Aktionsradius ca. 100 m).

Was ist zu tun?

  • einen Antrag stellen
  • eine Bescheinigung des behandelnden (Fach-)Arztes über das Ausmaß (s. o.) und die Dauer der Gehbehinderung bzw. Mobilitätsbeieinträchtigung
Die Ausnahmegenehmigung wird auf max. 3 Monate befristet und widerruflich erteilt. Eine Verlängerung ist möglich. Der Ausweis ist gelb, in einem DIN A6-Format und ist gut lesbar im Fahrzeug auszulegen. Er gilt nur in Schleswig-Holstein.
Die Ausnahmegenehmigung berechtigt nicht zum Parken auf den mit Zusatzschild speziell ausgewiesenen Schwerbehindertenparkplätzen. Sondern es wird gem. § 46 StVO die Genehmigung erteilt,
  • mit einem Kraftfahrzeug an Stellen, an denen das eingeschränkte Halteverbot angeordnet ist, und im Bereich eines Zonenhaltverbots bis zu drei Stunden zu parken,
  • im Bereich eines Zonenhaltverbots, in dem mit Zusatzschild das Parken zugelassen ist, die zugelassene Parkdauer zu überschreiten,
  • an Stellen, die durch Zeichen „Parkplatz" oder „Parken auf Gehwegen" gekennzeichnet sind und für die durch ein Zusatzschild eine Begrenzung der Parkzeit angeordnet ist, über die zugelassene Zeit hinaus zu parken,
  • in Fußgängerzonen, in denen das Be- und Entladen für bestimmte Zeiten freigegeben ist, während der Ladezeit zu parken,
  • an Parkuhren und Parkscheinautomaten zu parken, ohne Gebühr und zeitliche Begrenzung,
  • auf Parkplätzen für Anwohner bis zu drei Stunden zu parken,
  • in verkehrsberuhigten Bereichen außerhalb der gekennzeichneten Flächen zu parken, ohne den durchgehenden Verkehr zu behindern
    sofern in zumutbarer Entfernung eine andere Parkmöglichkeit besteht. Die höchstzulässige Parkzeit beträgt 24 Stunden.

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