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Wildschäden

Wird ein Grundstück, das zu einem Jagdbezirk gehört, durch Schalenwild, Wildkaninchen oder Fasanen beschädigt, so hat die Jagdgenossenschaft dem Geschädigten den Schaden zu ersetzen. Ersatzweise kann der Jagdpächter solche Schäden übernehmen. Genaueres ergibt sich aus der jeweiligen Satzung der Jagdgenossenschaft.

Der Wildschaden auf einem Grundstück, das nicht bejagd wird (z. B. Hausgärten) wird nicht ersetzt. Der an Gärten, Obstgärten, Baumschulen, Alleen, einzelstehenden Bäumen, Forstkulturen oder Freilandpflanzungen wird nicht ersetzt, wenn die Herstellung von üblichen Schutzvorrichtungen (z. B. Wildzäune) unterblieben sind, die aber unter gewöhnlichen Umständen zur Abwendung des Schadens ausreichen. Des Weiteren ist bei der Feststellung der Schadenshöhe zu berücksichtigen, ob der Schaden nach den Grundsätzen einer ordentlichen Wirtschaft durch Wiederanbau im gleichen Wirtschaftsjahr ausgeglichen werden kann (§ 32 Bundesjagdgesetz).

Der Schaden ist bei der örtlichen Ordnungsbehörde schriftlich anzuzeigen. Es wird daraufhin ein Ortstermin anberaumt. Davon wird abgesehen, wenn die Schadenregulierung auch ohne den Ortstermin durchgeführt wird. Der Wildschadenschätzer wird auch nur eingesetzt, wenn über die Schadenhöhe Uneinigkeit besteht.

Näheres ist in der Verordnung über Verfahren in Wild- und Jagdschadenssachen geregelt.