Seiteninhalt

Büchereizentrale Schleswig-Holstein
Waitzstraße 5
24937 Flensburg
Tel.: 8606162 Fax: 0461 - 8606111
Internet: http://www.bz-sh.de.

Die Büchereizentrale wurde 1921 als "Zentrale für Nordmarkbüchereien" gegründet. Sie war eine Einrichtung des "Wohlfahrts- und Schulvereins" (später: Deutscher Grenzverein). Ebenfalls Anfang der 20er Jahre Einrichtung einer "Staatlichen Beratungsstelle" in Kiel, die nebenamtlich durch den Direktor der Stadtbücherei geleitet wurde.

Damit wurde im Landesteil Schleswig eines durch das Deutsche Reich nicht unwesentlich unterstütztes fortschrittliches öffentliches Büchereisysteme etabliert. Dreiseitige Verträge zwischen Kommune, Landkreis und der Büchereizentrale sicherten die Existenz zusätzlich ab. Diese Struktur wurde nach dem Zweiten Weltkrieg auch auf den Landesteil Holstein übertragen: Seit 1946 sicherte dort der "Verein Büchereiwesen in Holstein" das öffentliche Büchereiwesen.

Bis 1995 existierten die beiden Vereine nebeneinander und erfüllten jeweils für ihren Bereich die ihnen vom Land Schleswig-Holstein gestellte Aufgabe der Büchereiförderung. 1970 wurde die Kooperation zwischen den beiden Landesteilen verstärkt. Am 28. März 1995 kam es zur Gründung des Büchereivereins Schleswig-Holstein und im Nachgang dazu zur Errichtung der Büchereizentrale Schleswig-Holstein mit Sitz in Flensburg und Rendsburg. Das Zuständigkeitsgebiet umfasst das ganze Bundesland mit Ausnahme der kreisfreien Städte.

Rechtsträger der Büchereizentrale Schleswig-Holstein ist seit 01.07.1995 der Büchereiverein Schleswig-Holstein e. V.. Aufgabe des Vereins ist die Förderung des Büchereiwesens in Schleswig-Holstein, das er mit dem Ziel einer flächendeckenden Medien- und Informationsversorgung weiterentwickeln soll. Zu diesem Zweck unterhält er die Büchereizentrale und schließt Verträge ab, in denen die sachgerechte Ausstattung der Büchereien und ihre kontinuierliche Finanzierung geregelt werden. Vertragspartner sind die Kommunen und Kreise. Zukünftig sollen auch die kreisfreien Städte Vertragspartner werden, wobei ein Abschluss mit der Stadt Flensburg im Jahr 2001 realisiert werden soll.

Der Verein wird u. a. durch Mittel des Landes Schleswig-Holstein, durch Entgelte für seine Dienstleistungen und die Jahresbeiträge seiner Mitglieder finanziert. Das Land nimmt über den Büchereiverein seine Aufgabe im gemäß § 9, Absatz 2 der Landesverfassung wahr, in dem die Förderung des Büchereiwesens und der Volkshochschulen ausdrücklich genannt wird. Der Kreis Schleswig-Flensburg finanziert die Arbeit des Büchereivereins mit. Im Haushaltsjahr 2000 betrug der Kreiszuschuss 919.800 DM, im Jahr 2001 waren es 930.000 DM, im Jahr 2003 bezuschusst der Kreis Schleswig-Flensburg den Büchereiverein mit 348.800 EUR.

Landesweit gibt es 84 hauptamtlich geleitete Standbüchereien, 15 hauptamtlich geleitete Fahrbüchereien, 1 Mobile Schülerbücherei für die Versorgung von Schulklassen in Schulen ohne eigene Schulbücherei, 2 Krankenhausbüchereien und 55 ehren- und nebenamtlich geleitete Büchereien (zum Teil auf den Inseln). Haupt- und Stationsbüchereien im Kreis Schleswig-Flensburg befinden sich in Schleswig, Glücksburg, Harrislee, Kappeln, Kropp, Satrup, Sörup, Süderbrarup und Tarp. Über nebenamtlich geleitete Büchereien verfügen Gelting und Schuby.

Auf verschiedenen Gebieten wird zudem mit den Bibliotheken der kreisfreien Städte sowie mit dem Büchereisystem der deutschen Minderheit in Nordschleswig zusammengearbeitet. Alljährlich im Herbst finden landesweite Kinder- und Jugendbuchwochen statt, bei denen rund 300 Veranstaltungen durchgeführt werden. 1997 wurde zum zweiten Mal ein Bücherzirkus mit den Fahrbüchereien organisiert. In Fachkonferenzen, Arbeitsgruppen, Büchereileitersitzungen etc. wird die Arbeit im Büchereisystem koordiniert und weiterentwickelt. Im Rahmen einer deutsch-dänischen Veranstaltungswoche beteiligte sich der Büchereiverein auf der EXPO 2000.

Zurück