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Erster Preis im Ideenwettbewerb Danewerk

Den Siegerentwurf des Ideenwettbewerbes „Danewerk und Haithabu: Denkmal mit Wirkung“ hat gestern, am Montag, den 7.12., noch spätabends das international besetzte Preisgericht gekürt. Nach intensiven Beratungen entscheid sich das neunköpfige Gremium unter dem Vorsitz der Hamburger Professorin Hille von Seggern für den gemeinsamen Entwurf der Büros Lützow 7 Garten- und Landschaftsarchitekten und Urban Essences. Die Berliner haben in ihrem Wettbewerbsbeitrag ein visionäres Konzept erarbeitet, das einen deutsch-dänischen Regionalpark vorsieht, der ein zukünftiges UNESCO-Welterbe international in Szene setzen soll. Der erste Preis war mit 10 000 EUR dotiert.

Der Ideenwettbewerb für Landschaft- und Stadtplaner ist ein wichtiger Baustein des Leuchtturmpojektes „Danewerk und Haithabu: Denkmal mit Wirkung“ das von den Aktivregionen Schlei-Ostsee, Hügelland am Osteseestrand und Eider-Treene-Sorge gemeinsam beantragt wurde. Träger des Projektes ist der Kreis Schleswig-Flensburg. Frau Plewa von der Planunggruppe Plewa koordiniert das Leuchtturmprojekt. Das Archäologische Landesamt Schleswig-Holstein ist über Herrn Maluck, der den Welterbeantrag bearbeitet, eng eingebunden. Die Siegerentwürfe bilden eine der Grundlagen, auf der zusammen mit den Gemeinden und Kreisen die Denkmale Danewerk und Haithabu verträglich in die regionale Entwicklung eingebunden werden sollen. So können die Denkmale zu einem Motor für steigende Lebensqualität werden und dadurch ihre Akzeptanz und letztlich auch ihr Schutz verbessert werden. Bis März nächsten Jahres werden mit Hilfe der Ideen aus den Siegerentwürfen Ortsentwicklungskonzepte für die Gemeinden Busdorf und Dannewerk entwickelt. Die Ideen werden in der Region zudem weiter diskutiert, um für die gesamt Umgebung von Danewerk und Haithabu als Vision für zukünftige Planungen und Gestaltungen zu dienen.

Es wurden drei weitere Preise vergeben und ein Ankauf vorgenommen. Als 2. Preisträger erhielten die Landschaftsarchitekten Bekaa und Stadtplaner Studio Mai aus Mailand und Monza in Norditalien ein Preisgeld von 7.500 EUR. Ihr Entwurf verbindet die Teile des Danewerks und die Gemeinden mit einem touristischen Wegesystem. Den 3. Preis in Höhe von 5500 EUR gewann eine Arbeitsgemeinschaft der Landschaftsarchitekten Breimann & Bruun aus Hamburg und des Stadtplaners Carsten Lorenzen aus Kopenhagen. Der 4. Preis ging an die Landschaftsarchitekten Schweingruber Zulauf und die Stadtplaner Ammann Albers StadtWerkde GmbH aus Zürich. Zudem wurde noch eine interessante Idee der Landschaftsarchitekten GROSS.MAX aus Edinburgh und der Stadtplaner CHORA, architecture and urbanism aus London angekauft.

An dem Wettbewerb haben sich insgesamt 20 Büro-Arbeitsgemeinschaften aus 7 verschiedenen europäischen Ländern beteiligt. 18 haben Entwürfe abgegeben. In einer Vorprüfung am 24. August wurden die Teilnehmer aus über 40 Bewerbungen ausgewählt. Das Preisgericht setzte sich aus 5 Fachpreisrichtern aus den Bereichen Landschafts- und Stadtplanung sowie Archäologie zusammen. Neben Hille von Seggern, die am Montag als Vorsitzende gewählt wurde, waren dies Prof. Arno Sighart Schmid, Präsident der Bundesarchitektenkammer, Prof. Johan H.F. Bloemers von der Universität Amsterdam, Prof. Stefan Körner von der Universität Kassel, und Prof. Hinnerk Wehberg aus Hamburg. Wilhelm Jähde, Leiter der Kreisentwicklung des Kreises Schleswig-Flensburg, Ralf Feddersen, Bürgermeister Gemeinde Busdorf, Hans-Werner Berlau, Vorsitzender der AktivRegion Schlei-Ostesee, und Prof. Claus von Carnap-Bornheim, Präsident der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen, nahmen als Sachpreisrichter aus der Region teil. Die Landschaftsarchitektin Kristine Jensen aus Arhus und Martin Segschneider vom Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein (ALSH) übernahmen die wichtige Rollen der ständig anwesenden Stellvertreter für Fach und Sachpreisrichter. Fachliche Beratung leisteten Anke Lüneburg von der Ostseefjord Schlei-GmbH, der Stadtplaner Michael Kloos für ICOMOS, das Welterbestätten für die UNESCO begutachtet, Josef Beller vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) und Frau Lisa Babette Diedrich, Landschaftsarchitektin. Gäste waren der Dänische Generalkonsul Henrik Becker-Christensen, Herr Andresen, Vorsitzender des Interreg-Ausschusses und der Landrat des Kreises Schleswig-Flensburg Bogislav-Tessen von Gerlach. Betreut wurde der Ideenwettbewerb durch Frau Bergner und Herrn Baum vom Hamburger Büro Architektur + Stadtplanung Baum Ewers Dörnen.

Alle Beiträge werden ab Dienstag, dem 15. Dezember, im Kreuzgang des Rathauses der Stadt Schleswig bis Ende des Jahres ausgestellt. Die Ausstellung ist geöffnet von montags bis freitags von 8-12 und donnerstags zusätzlich von 14-18 Uhr.